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Praxistest

100.000 km ohne Ölwechsel

Ist Motoröl nach 100.000 km noch einsatzfähig, wenn es nicht gewechselt, sondern kontinuierlich feinstgefiltert wird? Ein Renault R5 absolvierte diese Strecke im Stadtverkehr, auf Landstraßen und auf der Autobahn. Anschließend wurde sein Motoröl auf dem Prüfstand untersucht.

Quelle: Praxistest mit dem TRABOLD-Ölfeinstfilter, Archiv trabold-filter.de 2002

  • Testauto

    Renault R5, Dieselmotor, 55 PS, sehr guter Wartungszustand

  • Strecke

    km-Stand 80.000 bis 180.000

  • Öl

    Markenöl auf Mineralölbasis, SAE 15W/40

  • Prüfgerät

    Reichert-Reibverschleißwaage

Die Strecke

Was unterwegs geschah

  1. km 0Frisches Öl, dann Filtereinbau. Der normale Filter bleibt drin.
  2. ca. km 1.000Der Motor läuft ruhiger.
  3. km 15.000Neuer Filter-Einsatz, Wechseldauer 10 Minuten. Das wiederholt sich alle 15.000 km.
  4. unterwegsDer Spritverbrauch sinkt leicht.
  5. km 100.000Das Öl wird geprüft, die Motorteile werden angeschaut.

Quelle: Praxistest, Archiv trabold-filter.de 2002

Das Ergebnis ist eindeutig

Gefiltertes Öl schmiert besser als frisches

  1. 1
    Der TestEin Prüfgerät drückt eine Stahlrolle gegen einen drehenden Ring, der durch das Öl läuft.
  2. 2
    Die MessungHält der Ölfilm, schleift sich nur eine kleine Stelle in die Rolle. Kleine Stelle heißt: Das Öl hält viel aus.
Im Detail
Das Gerät heißt Reichert-Reibverschleißwaage. Die Stahlrolle wird mit 300 N an den Ring gepresst, der mit 1,65 m/s läuft. Aus der Größe der Schleifstelle ergibt sich das Lasttragevermögen: wie viel Druck der Ölfilm aushält.

1,00×

mehr Druck

So viel mehr Druck hielt das gefilterte Öl aus als frisches Markenöl.

Das Öl war nach 100.000 km also nicht verbraucht. Es schmierte sogar besser als frisch eingefüllt. Auch gegen vollsynthetisches Markenöl lag es 4- bis 5-mal vorn.

Quelle: Praxistest mit der Reichert-Reibverschleißwaage, Archiv trabold-filter.de 2002

Was sonst auffiel

Die Beobachtungen

  • 1Eine optische Überprüfung der Motorenteile zeigte, daß diese mit einer hauchdünnen Kohlenstoffpaste überzogen worden sind. Das wird positiv bewertet, da es als Grundlage für Verschleißminderung betrachtet wird.
Wer hat getestet?
Testleitung: Wolfgang Staab (Kfz-Meister), Horst Kiesler (Mechaniker-Meister). Durchführung: Friedhelm Isselbächer (wissenschaftlicher Mitarbeiter). Der Standardfilter blieb eingebaut, fehlendes Motoröl wurde mit demselben Markenöl ergänzt.

Weitere Prüfung

TÜV Bayern Sachsen, 1993

Je öfter Öl durch den Filter läuft, desto weniger Schmutz und Wasser sind darin anthalten. Chemisch ändert es sich kaum.

Weitere Prüfung

WEARCHECK Brannenburg, 1993

Das Labor bescheinigt die Sauberkeitsklasse 11/8. Was das heißt, steht bei den technischen Daten.

Das Fazit des Berichts

Ruhiger, günstiger, sauberer

Weniger Altöl, ein ruhigerer Motor und geringere Kosten. Der Bericht geht davon aus, dass der Motor so länger lebt.

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